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Verschiedene Verkaufsstrategien am Biomethan-Markt

Im Biomethan-Markt finden sich teilweise sehr unterschiedliche Handelsverträge wieder. Im folgenden sind die gängigen Verkaufs- und Einkaufsstrategien charakterisiert. Diese reichen vom klassischen Spot-Geschäft über flexible Mengenabgaben bis hin zu langfristigen Abnahmeverträgen und entsprechender Indexierung des Handelspreises z.B. an einem börsennotierten Wert.

Handelsgeschäft 1:

Das Handelsgeschäft 1 (siehe Abb. oben) charakterisiert sich durch einen fix vereinbarten Preis sowie fix vereinbartes Volumen. Das Biomethan ist produziert und wird i.d.R. direkt nach Vertragsunterzeichnung entweder an einem vereinbarten Gasliefertag oder einer mehrtägigen Bandlieferung übertragen. Mit Übertragung der Zertifikate und Bezahlung durch den Käufer ist das Handelsgeschäft abgeschlossen.

Handelsgeschäft 2:

Das Handelsgeschäft 2 unterscheidet sich nur geringfügig vom ersten Handelsgeschäft wird allerdings ebenfalls vermehrt am Markt angewendet. Ein definiertes Volumen wird Spot verkauft. Der Preis für den grünen Anteil des Biomethans wird fix vereinbart, wohingegen der Preis für das physische Molekül in Abhängigkeit des Erdgaspreises vertraglich festgehalten wird. Normalerweise nutzt man hierfür einen börsennotierten Index, der dann beim Gasübertrag zur Preisberechnung herangezogen wird.

Handelsgeschäft 3:

Entsprechend dem zweiten Handelsgeschäft ist auch das dritte Beispiel anhand eines fixen grünen Gasanteil und einem indexierten fossilen Gasanteil charakterisiert. Das Volumen hingegen bietet eine Mengenflexibilität, die oftmals auf 10 bis 20 % verhandelt wird, um insbesondere dem Produzenten eine gewisse Sicherheit gegenüber Produktionsschwankungen zu geben. Laufzeiten ab einem Jahr sind die Regel und werden gerne mit Mengenflexibilität abgeschlossen

Handelsgeschäft 4:

Das Handelsgeschäft 4 ist durch einen langfristigen und flexiblen Vertrag gekennzeichnet. Sowohl der grüne Anteil des Biomethans als auch der fossile Anteil bepreisen sich anhand eines Marktindex. Im Bereich des deutschen Kraftstoffsektors kann dies die THG-Quote sein, die von bestimmten Marktteilnehmern in einem definierten Turnus veröffentlicht wird. Der Verkäufer erhält hierbei einen Prozentsatz des THG-Quotenerlöses statt eines fixen Verkaufspreises des gelieferten Biomethans und hat somit entsprechende Renditechancen und Verlustrisiken. Im Detail können allerdings auch preisliche Ober- und Untergrenzen eingesetzt werden.

Neben den genannten Beispielen gibt es weitere Zwischenlösungen in der Vermarktung sowie Details, die situativ je nach Handelsgeschäft abgestimmt und definiert werden.

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